Ausschuss für Umwelt, Klima, und Wirtschaft vom 22. September 2026
Energiemanagementprozess und Ergebnisse der Potenzialanalyse PV-Anlagen der kommunalen Liegenschaften
Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Wirtschaft nahm die Präsentation des Geschäftsführers der Energieagentur Rhein-Sieg e.V. zur Kenntnis.
Zweck des Vereins ist es, zur Verringerung der CO2-Emissionen im Rhein-Sieg-Kreis durch Energieeinsparung, effizientere Nutzung von Energie und Förderung von regenerativen Energien beizutragen. Dieser Zweck soll durch die Beratung der Bürger sowie durch die Beratung der Vereinsmitglieder beim Management des Energiehaushaltes ihrer Liegenschaften erreicht werden. Mitglieder sind u.a. die Kommunen im Kreis. Seit 2023 wird die Gemeinde Alfter beraten, Alfter ist kreisweit führend hinsichtlich der erfassten Liegenschaften.
Durch Energiemanagement und Energiesparmodelle, insbesondere monatliches Energiecontrolling sollen unnötige Energieverbräuche vermieden werden. Der Jahresbericht Gemeinde Alfter für 2023 bis 2025 weist dennoch steigende Verbräuche auf (für Wärme + ca. 23,5%, für Strom + ca. 32,5%), die “heruntergerechnet“ (Witterung, Nutzungsänderung, …) jedoch „nur“ eine Steigerung bei Wärme von +2,4 % und bei Strom von +8,9 % ergaben.
Potenzialanalysen für PV-Anlagen bei 32 Liegenschaften wurden ab 2023 durchgeführt. Am Beispiel der Grundschule Oedekoven könnte bei einem 113.000 € umfassenden Investitionsvolumen (Kosten heute) ein Einsparpotenzial bei einer prognostizierten Amortisationsdauer von gut 16 Jahren 30T kg CO2 pro Jahr erzielt werden.
Teil-Hochwasserschutzkonzept – hier: Variantenplanung – Umbaumaßnahmen Katzenlochbach bzw. Markeskaulenbach
Der Ausschuss nahm die Vorstellung der Ergebnisse durch die beauftragte atd Ingenieurgesellschaft GmbH zur Kenntnis. Die Untersuchung erfolgte unter Berücksichtigung der technischen Umsetzbarkeit, hydraulischen Gegebenheiten, Eigentumsverhältnissen, erforderlichen Leitungs- und Bahnquerungen, Genehmigungsfähigkeit und Kosten. Das Gelände ist insgesamt durch kaum vorhandene öffentliche und größtenteils überbaute Fläche charakterisiert.
Insgesamt wurden 5 Optionen untersucht, von denen eine Bypass-Lösung für den Markeskaulenbach eindeutig favorisiert wird, auch wenn ein hoher Bauaufwand erforderlich wird, die Bauzeit lang sein wird und die Auswirkungen auf den Verkehr hoch sind. Eine erste Einschätzung erfordert jedoch kein langwieriges Planfeststellungsverfahren (und damit ein schneller zu erreichender Schutz) und die Kosten wurden sich auf ca. 1,6 Mio € belaufen. Das Plus liegt eindeutig bei einer Belassung der Verrohrung an gleicher Stelle (neu zu erstellen) als Hauptfließweg, der erst einen zusätzlichen Bypass über den Ahrweg bei Vollfüllung verlangt.
Waldkataster und Naturwaldzellen
Der Ausschuss nahm die Ausführungen des Revierförsters vom Landesbetrieb Wald und Holz sowie die Aufstellung der Waldflächen der Gemeinde Alfter zur Kenntnis. Über Möglichkeiten zur Umwandlung von Flächen in Naturwaldzellen, den Voraussetzungen und Rahmenbedingungen sowie zu Flächen mit besonderer Eignung wurde auf Antrag einer Fraktion Auskunft geben. Im Ergebnis stellte der Revierförster fest, dass er keine Stilllegung von Waldflächen empfiehlt. Der beste Schutz gegen Waldbrand sei, die Wege freizuhalten, auch um Zufahrten für Rettungsfahrzeuge zu schaffen. Auch eine Totholzentnahme sei eher nicht sinnvoll. Die Vertreter der betreffenden Fraktion gaben zu, dass es wenig Möglichkeiten gebe, Waldflächen in Naturwaldzellen umzuwandeln. Holger Gratz