Betriebsausschuss vom 26. März 2026
Kanalbaumaßnahmen Kronenstraße
Im Rahmen der Sitzung stellte die e-regio das Thema „Kanalbaumaßnahmen Kronenstraße“ vor. Es handelt sich hier um eine vergleichsweise große Baumaßnahme, die den Neubau eines Stauraumkanals und eines neuen Pumpwerkes mit jeweils deutlich vergrößerter Leistung beinhaltet. Neben dem Ersatz der bisherigen altersbedingt ersatzbedürftigen Kanalisierung und des vorhandenen veralteten Pumpwerkes zielt die Baumaßnahme auf einen deutlich verbesserten Hochwasserschutz bei Starkregenereignissen ab.
Die problematische Situation an der Ecke gegenüber dem Restaurant „Krone“ (schlechte Sicht wegen der Restmauer) wird im Rahmen der Baumaßnahme beseitigt. Der Erwerb der Fläche ist bereits notariell beurkundet.
Die Baumaßnahme wird im Mai 2026 beginnen und nach jetziger Planung im April 2027 beendet werden. Eine Bürgerinformation einschließlich der Vorstellung des Verkehrskonzeptes für die Bauphase wird im April stattfinden. Die gesamte Baumaßnahme umfasst ein Investitionsvolumen von ca. 1,6 Millionen Euro.
Kanalsanierung in der Gemeinde Alfter
Ebenfalls stellte die e-regio das Thema „Kanalsanierung in der Gemeinde Alfter“ vor. Insgesamt befindet sich die Kanalisation der Gemeinde Alfter infolge kontinuierlicher Überprüfungen und Reparaturen, die in aller Regel in geschlossener Bauweise und damit vergleichsweise störungsarm stattfinden, in einem guten Zustand.
Entsorgungsplans für Klärschlamm
Die Klärschlammverbrennungsanlage auf der Kläranlage Salierweg in Bonn ist wegen veränderter Rechtsgrundlagen, ihres hohen Alters und zu geringen Klärschlammmengen mittelfristig- und langfristig nicht mehr rechtskonform und wirtschaftlich zu betreiben. Zusätzlich besteht durch die Novellierung der Abfallklärschlammverordnung ab 2029 die Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen. Phosphor ist ein kritischer Rohstoff von strategischer Bedeutung, der in erster Linie für die Herstellung von Düngemitteln unverzichtbar ist. Die EU importiert über 90 % des erforderlichen Phosphors aus nicht-EU-Staaten, darunter in erheblichem Umfang aus Russland.
Aus diesen Gründen ist die Stadt Bonn als Gesellschafterin der KLAR GmbH beigetreten. Ihre Aufgabe ist die Planung, der Bau, der Betrieb und die Verwaltung einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage mit gesetzeskonformer Phosphorrückgewinnung. Die Anlage soll nach jetziger Planung 2029 in Betrieb genommen werden.
Für Alfter bedeutet dies: Die Kostenbeteiligung der Gemeinde erfolgt auf Grundlage der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung vom 29. November 2006. Eine Berechnung der Stadt Bonn für einen Musterhaushalt hat ergeben, dass für den Gebührenzahler durch die Verlagerung der Klärschlammverwertung nach Köln keine höheren Kosten als bei einem fiktiven Weiterbetrieb in Bonn entstehen. Auf dem Gebiet der Gemeinde Alfter fallen keine Investitionen oder Infrastrukturmaßnahmen an. Für alle klärschlammliefernden Partner ergibt sich als Vorteil die langfristig abgesicherte, zukunftssichere und ausschreibungsfreie Entsorgung des Klärschlammes als Voraussetzung für stabile Abwassergebühren.
Auf Antrag der CDU-Fraktion, der mit breiter Mehrheit im Ausschuss angenommen wurde, wird die Verwaltung einmal jährlich zum Fortgang des Baus der Klärschlammverbrennungsanlage und damit zusammenhängender Sachverhalte berichten.
Arbeiten des Wahnbachtalsperrenverbands (WTV) an der 2. Hauptversorgungsleitung
Vom 23.02. bis zum 16.03.2026 wurden umfangreiche Arbeiten an der 2. Hauptversorgungsleitung (HVL) durchgeführt. Für diese Maßnahmen musste ein Leitungsabschnitt vollständig entleert und außer Betrieb genommen werden. Durch den höheren Grundwasseranteil entfiel die sonst übliche Zehrung des Chlordioxids durch Talsperrenwasser. Daher kam es in mehreren Versorgungsgebieten zu einer stärkeren Wahrnehmung von „Chlorgeruch“. Auch Alfter war davon betroffen. Das Chlordioxid im Grundwasser wurde während des gesamten Zeitraums vorsorglich auf das technisch mögliche Minimum reduziert, um mögliche Geruchsbelästigungen so gering wie möglich zu halten.