Unsere Zukunft entscheidet sich auch in Europa

Minister Liminski zu Gast bei der CDU Alfter
Rund 100 Gäste folgten der Einladung der CDU Alfter zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Was passiert mit Deutschland?“. Zum Start der Reihe sprach NRW-Europaminister Nathanael Liminski unter dem Titel „Zwischen Krise und Zusammenhalt – Deutschlands Rolle in Europa“ über die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven Europas.
Gleich zu Beginn machte Liminski die zentrale Botschaft seines Vortrags deutlich: „Unsere Zukunft entscheidet sich ganz wesentlich in Europa. Nicht zuletzt deshalb müssen wir die europäische Agenda aktiv gestalten.“ Mit einem persönlichen Einstieg, deutscher Vater, französische Mutter, polnischer Name, beschrieb er sich selbst als Sinnbild des Weimarer Dreiecks und unterstrich damit seine tiefe Überzeugung für ein starkes Europa und die enge Zusammenarbeit seiner Partner.
Im Zentrum seines Vortrags stand die Verbindung von wirtschaftlicher Stärke und politischer Handlungsfähigkeit. „Europa steht im globalen Wettbewerb unter Druck. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere wirtschaftliche Stärke sichern und die Chancen des Binnenmarktes endlich konsequent nutzen.“








Als wichtigen Orientierungsrahmen verwies Liminski im Anschluss auf den Draghi-Bericht, der die aktuellen Herausforderungen klar benenne und zugleich konkrete Handlungsempfehlungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit aufzeige.
Dabei machte er deutlich, dass viele Reformen auch aus eigener Kraft möglich seien: „Wir haben es selbst in der Hand, unnötige Bürokratie abzubauen, Verfahren zu beschleunigen und den Staat wieder handlungsfähiger zu machen. Das spüren die Menschen in ihrem Alltag und das schafft Vertrauen in die Politik.“
Auch sicherheitspolitisch sieht Liminski Europa stärker in der Verantwortung. Die transatlantische Partnerschaft bleibe zentral, gleichzeitig müssten die europäischen Staaten mehr Eigenständigkeit entwickeln. Dies sei ein anspruchsvoller, aber notwendiger Balanceakt.
Beim Thema Migration plädierte er für einen klaren europäischen Ansatz: Offene Grenzen innerhalb Europas könnten nur dann dauerhaft bestehen, wenn gleichzeitig die Außengrenzen wirksam geschützt würden.
Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit zahlreichen Fragen aus dem Publikum.
Ein besonderer und bewegender Moment des Abends war die Ehrung von Brigitte Schächter. Der Vorsitzende der Senioren-Union im Rhein-Sieg-Kreis, Dr. Dieter Braun, würdigte ihr über 35-jähriges ehrenamtliches Engagement mit der Verleihung der Konrad-Adenauer-Medaille. Die Auszeichnung, die im Kreisverband nur selten verliehen wird, unterstreicht die außergewöhnliche Lebensleistung der Geehrten. Sichtlich bewegt nahm Brigitte Schächter die Ehrung entgegen, dankte für die Anerkennung und verband dies mit einem eindringlichen Appell, sich weiterhin für die Gesellschaft einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.




