Schulausschuss vom 24. März 2026
Mobile Jugendarbeit in Alfter: Das Evangelische Jugendwerk Sieg – Rhein – Bonn
Der neue Träger der mobilen Jugendarbeit stellte sich und seine Ziele und Aktivitäten vor. Vor Ort aktiv ist Andreas Wabnik. Er versteht sein Angebot als eine „mobile, offene Tür“ basierend auf der Ansprechbarkeit an festen Örtlichkeiten nach dem Besucherprinzip. Es handelt sich um Freizeitangebot mit einem geringen beraterischen Anteil. Die mobile Jugendarbeit hat keinen ordnungspolitischen Auftrag und ist institutionell nicht ein Teil der kommunalen Präventionskette.
Er ist seit Februar 2026 in der Gemeinde unterwegs und hat die Sozialräume erkundet, auf Basis der vorliegenden Informationen von dem Sozialamt und seinem Vorgänger.
Montags: Oedekoven, Jungfernpfad
Dienstags: Alfter, Herrenwingert (SKH)
Mittwochs: Volmershoven, Dorfplatz
Donnerstags: Witterschlick, Dorfplatz
Die Tage sind so gelegt, dass keine Doppelangebote zu bestehenden Strukturen entstehen. Die Standorte sollen zentral und belebt sein. In Alfter und Volmershoven verzeichnet er mehr als 5 Besuche pro Tag. Es gibt keine Altersbegrenzung, hier bei uns meistens zwischen 10 und 12.
Der Ausschuss begrüßte das neue Angebot und bat um regelmäßigen Bericht zur Evaluation des Projektes und möglichen Unterstützungsbedarf seitens der Politik.
Neuwahl Jugendbeirat
Der Ausschuss beschloss einstimmig für den 21.05.2026 um 17:30 im Ratssaal die Neuwahl des Jugendbeirates, um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in unserer Gemeinde weiterhin sicherzustellen.
Anträge der Linken zum Thema „Hermann Löns“
Abbau der Zitattafel am Waldeingang in Impekoven
- Keine Notwendigkeit, hier Arbeit und Geld zu investieren
- Ablehnung der Demontage gegen die Stimmen der Grünen und der Linken
- Kompromiss: QR-Code mit Hintergrundinformationen (2-seitiges Dokument von der Historischen Kommission Köln) plus eine Plakette mit einem kurzen Satz zur Person
Umbenennung der Herman-Löns-Straße in Oedekoven
- Keine Notwendigkeit, hier Arbeit und Geld zu investieren
- Ablehnung der Umbenennung gegen die Stimmen der Grünen und der Linken, insbesondere da die Anlieger dies ablehnen
- Kompromiss: QR-Code mit Hintergrundinformationen (2-seitiges Dokument von der Historischen Kommission Köln) plus eine Plakette mit einem kurzen Satz zur Person
Bericht der Verwaltung zum Thema Zustand der KiTas in Alfter
Hintergrund: häufige Notbetreuungssituationen
Gemeinde hat Ende 2025 ein Qualitätsmanagement der KiTas eingeleitet.
- Personal wurde bereits aufgestockt
- leider haben wir aktuell 4 Dauerausfälle
- aktuell vier Auszubildende (PIA)
- die Personalsituation in allen 4 Einrichtungen ist gut laut Stellenplan + 2 Vollzeitkräfte als Springer
- rein rechnerisch sind urlaubs- oder krankheitsbedinge Personalausfälle in den KiTas abgedeckt, sofern maximal drei Personen gleichzeitig fehlen.
- Bei Betreuungsengpässen wird Personal gleichmäßig verteilt.
- Für jedes Jahr werden alle Kinder in Notgruppen eingeteilt, um im Bedarfsfall die Kinderzahl dem Personalbestand anzupassen
- Notbetreuung nach einem Stufenplan
- freiwillige Betreuung zu Hause
- Kürzung der Zeiten
- Betreuung nur von Notgruppen
- Schließung der KiTa
- Urlaubsregelungen für die KiTa Mitarbeiter seit 2026 – Planung am Anfang des Jahres. Urlaube können gestrichen werden, wenn der KiTa Betrieb nicht sichergestellt werden kann. Maximal 1 bis 2 Personen dürfen gleichzeitig Urlaub machen, abhängig von der KiTa-Größe
- Die technische Ausstattung muss in den nächsten Jahren weiter verbessert werden. Aktuell wurden alle alten Tintenstrahldrucker durch Laserdrucker ersetzt. Problematisch ist die Erweiterung des bestehenden WLANs.
- zwei KiTas sind neuwertig und zwei sind im Altbestand untergebracht und werden laufend Instand gehalten (Bedarf insbesondere in Volmershoven wird gesehen).
Aktueller Stand der Zufluchtssuchenden
Die Verwaltung gab dem Ausschuss die aktuellen Zahlen bekannt. In den gemeindeeigenen Unterkünften sind derzeit 313 Personen untergebracht.
Diese teilen sich in folgende Kategorien auf:
Personen im Asylverfahren: 93
Personen mit Duldung: 24
Personen mit Aufenthaltserlaubnis: 88 (minus 29 gegenüber Dez 25!)
Ortskräfte mit Aufenthalt: 10
Personen aus der Ukraine § 24 AufenthG: 63
Zuweisungen von Personen nach § 12a: 11
Obdachlose/Wohnungslose: 24
Menschen in der Sammelunterkunft in Witterschlick: eine aktuelle Zahl liegt der Verwaltung nicht vor. Nach Auskunft der Feuerwehr und des SC Volmershoven befinden sich z.Zt. 77 Personen in der ZUE.