Gemeindeentwicklungsausschuss vom 03. Februar 2026
Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED
Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung einstimmig (bei 2 Enthaltungen), die gemeindliche Straßenbeleuchtung auf technische Leuchtköpfe umzurüsten. An einigen wenigen exponierten öffentlichen Plätzen können ggf. auch dekorative Leuchten verwendet werden. Entscheidend war, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen.
Dies basiert auf dem Grundsatzbeschluss, in Alfter die gesamte Beleuchtung mit LED-Leuchten auszurüsten. Gemäß des Energieeffizienzkonzeptes müssen alle 2.052 Leuchtstellen mit insgesamt 2.073 Leuchtköpfen ersetzt werden. (Einige Leuchtstellen besitzen zwei Leuchtköpfe.) Die Leuchten sollen mit einem Steuerungssystem ausgestattet werden, das eine zentrale Steuerung der einzelnen Leuchtstellen ermöglicht. Bei der Entwicklung von technischen Leuchten liegt der Fokus auf einer optimalen lichttechnischen Funktion, um eine normgerechte Ausleuchtung von Straßen, Wegen und Plätzen auf energieeffiziente Weise zu erreichen. Dekorative Leuchten dienen dagegen auch als Ausstattungselemente und sollen den öffentlichen Raum zusätzlich aufwerten. Bei diesen in der Beschaffung teureren Leuchten steht das Design im Vordergrund, weshalb sie leicht schlechtere lichttechnische Werte aufweisen können.
Ein Hersteller hat der Gemeinde Alfter zehn Steuermodule kostenlos zur Verfügung gestellt. Zur Demonstration der Funktionsweise wurden die Leuchtköpfe in der Barbarastraße in Volmershoven und in der Dechant-Bergene-Straße mit diesen Modulen ausgestattet.
Die Verwaltung plant, die Beleuchtungsstärke in den beiden Straßen zunächst wie folgt über die Steuerungsmodule einzustellen:
- volle Leuchtkraft von Einschalten bis 22:00 Uhr
- 60 % Leuchtkraft zwischen 22:00 Uhr und 1:00 Uhr.
- 40 % Leuchtkraft zwischen 1:00 Uhr und 5:00 Uhr.
- volle Leuchtkraft von 5:00 Uhr bis Ausschalten.
Die CDU befürwortet die Umrüstung auf LED, wir halten aber eine Fortsetzung der Nachtabschaltung bis zum Abschluss der Umrüstung – die bis 2029 dauern kann – weiterhin für falsch.
Auf unseren Antrag hin wurde die Beschlussvorlage ergänzt: „Die Verwaltung wird beauftragt, nach erfolgter Förderzusage eine Detailplanung zum Beschluss vorzulegen, insbesondere zum Ablauf der Umrüstung und zu den Dekorleuchten.“
Antrag der CDU-Fraktion zur Ertüchtigung der Wegebeleuchtung an der Turnhalle in Oedekoven
Auf Antrag der CDU-Fraktion beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, eine öffentliche Beleuchtung am Fußweg zwischen der Trauerhalle am Friedhof Oedekoven und der Straße „Am Rathaus” aufzubauen.
Aufgrund der bislang fehlenden Beleuchtung ist der Streckenabschnitt insbesondere in den Wintermonaten nach Einbruch der Dunkelheit nur sehr eingeschränkt nutzbar, die Strecke bildet den einzigen Zugang für Behinderte und für Radfahrer wie Fußgänger ist eine Ausleuchtung notwendig. Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Gymnasiums ist eine ganzheitliche Betrachtung des gesamten Areals erforderlich.
Antrag der CDU-Fraktion: Sachstandsbericht Elektrifizierung S 23
Die CDU-Fraktion stellte den Antrag, zum Sachstand der Elektrifizierung der S 23 und insbesondere zu einem möglichen Neubau der Brücke Kottenforststraße zu berichten, da von der Deutschen Bahn sich teilweise wiedersprechende Aussagen zum inhaltlichen und zeitlichen Vorgehen erfolgten und dies zu erheblicher Unruhe in der Bevölkerung führt.
Der Ausschuss nahm die nachfolgende Mitteilung der Deutschen Bahn zur Kenntnis und empfahl der Verwaltung, die DB zur Vorstellung der Planungen in den Ausschuss einzuladen, da eine Vielzahl von Fragen noch offen sind aus Sicht der Ausschussmitglieder:
„Die Arbeiten zur Elektrifizierung der Strecke zwischen Bonn-Euskirchen konnten im Jahr 2025 erfolgreich aufgenommen werden. Rund 80 % der erforderlichen Gründungen sind bereits hergestellt. Die weiteren Bauaktivitäten werden in den kommenden Jahren fortgeführt, sodass nach aktuellem Stand Ende 2028 die Infrastruktur der neuen Oberleitungsanlage vollständig fertiggestellt sein wird. Wie bekannt, verfügt das Brückenbauwerk Kottenforst nicht über die erforderliche Durchfahrtshöhe für den künftigen elektrischen Betrieb. Aus diesem Grund wurde eine Machbarkeitsstudie sowohl für eine Gleisabsenkung als auch für einen möglichen Neubau der Brücke beauftragt. Auf Grundlage der Ergebnisse wird derzeit die Variante der Gleisabsenkung weiterverfolgt. Die Entwurfsplanung soll in Kürze beauftragt werden. Zu beachten ist, dass eine Gleisabsenkung mehrere begleitende Maßnahmen erfordert. Dazu gehören unter anderem die Aufweitung des bestehenden Durchlasses sowie der Bau einer neuen Entwässerungsanlage und Stützwände. Zudem bedarf die Umsetzung der Zustimmung der zuständigen Unteren Wasserschutz-behörde. Wir halten die Gemeinde selbstverständlich weiterhin über den Projektfort-schritt informiert und bedanken uns für die bisherige konstruktive Zusammenarbeit.“
Die CDU-Ratsmitglieder werden die Anwohner entsprechend über die aktuellen Auskünfte informieren.