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Neuer Haltepunkt in Volmershoven soll geprüft werden

CDU Alfter freut sich über vorzeitige Elektrifizierung der S 23

Durch die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 wurden auch die Eisenbahnstrecken der Region schwer beschädigt oder, wie vor allem an der Ahr, vollständig zerstört.

Umso wichtiger ist, dass die Wiederherstellung dieser Verbindungen zugleich genutzt wird, die Modernisierung voranzutreiben.

Der Wiederaufbau an der Voreifelbahn (S 23, Bonn-Euskirchen) geht voran, so dass voraussichtlich ab Sommer 2022 auch der bislang noch gesperrte Abschnitt zwischen Rheinbach und Euskirchen wieder bedient werden kann.

Die S 23, die in Impekoven und Witterschlick hält, soll nun deutlich früher als geplant elektrifiziert werden. Am 10.02.2022 unterzeichneten in Düsseldorf die NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes und Norbert Reinkober als Geschäftsführer des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland (NVR) gemeinsam mit Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung. Pofalla gab an, dass die Strecke von Bonn nach Euskirchen (S 23) schon im Jahr 2026 mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen befahren werden kann.

Nur eine Woche vor der Hochwasserkatastrophe war in der Region das „Bündnis Voreifelbahn“ gegründet worden, das eine weitaus spätere Elektrifizierung in Aussicht gestellt hatte.

Christopher Ehlert, Vorsitzender der CDU-Alfter und Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, begrüßt, dass die wichtige Eisenbahnverbindung nun deutlich früher modernisiert werden soll. „Durch den Einsatz moderner Elektrotriebwagen wird die Strecke nicht nur umweltfreundlicher. Wichtig ist auch, dass diese Fahrzeuge beschleunigungsstärker als Züge mit Dieselantrieb sind“, so Ehlert.

Zweigleisiger Ausbau muss ebenfalls beschleunigt werden

„Neben der Elektrifizierung ist die weitgehende Beseitigung der bislang eingleisigen Streckenabschnitte eine wichtige Voraussetzung für die von uns angestrebte Taktverdichtung“, macht der Alfterer CDU-Verkehrspolitiker Oliver Krauß MdL deutlich.

Verständnis zeigt Oliver Krauß, Mitglied des Verkehrsausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags, für die Frage, warum nicht gleichzeitig mit der Elektrifizierung auch die bislang eingleisigen Streckenabschnitte zweigleisig ausgebaut werden.

Für die Zweigleisigkeit müssen jedoch zeitaufwändige Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. „Dabei müssen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zwingend beteiligt werden“, so Krauß: „Wir können nicht ohne Weiteres ein zweites Gleis bauen, sondern müssen uns auch in dieser besonderen Situation an geltendes Recht halten.“ Die Koppelung beider Projekte würde zu erheblichen Verzögerungen führen.

Bei der technischen Planung zur Errichtung der Oberleitungen wird an den eingleisigen Streckenabschnitten bereits das zweite Gleis berücksichtigt. „Nur durch die Trennung von Zweigleisigkeit und Elektrifizierung konnten die Ausschreibungen für die Elektrifizierung erheblich beschleunigt werden“, erläutert Krauß. Nichtsdestotrotz müsse auch die Zweigleisigkeit oberste Priorität haben. Dafür könnten Planung und Bau ebenfalls zeitgleich ausgeschrieben werden, schlägt der Abgeordnete aus Alfter vor.

Neuer Haltepunkt „Volmershoven-Heidgen“ soll geprüft werden

„Die Elektrifizierung eröffnet neue Perspektiven für den Wunsch nach einem zusätzlichen Haltepunkt der Voreifelbahn in Alfter-Volmershoven“, macht Alfters CDU-Vorsitzender Ehlert deutlich. Darüber hinaus werde für den Haltepunkt „Kottenforst“ eine Bedienung an Werktagen gefordert. Dort halten die Züge aktuell nur im Freizeitverkehr am Wochenende. Im Bereich Volmershoven/Heidgen sei jedoch eine deutlich höhere Nachfrage als am bereits bestehenden Haltepunkt „Kottenforst“ zu erwarten.

Trotz der Einrichtung zusätzlicher Haltepunkte müsse allerdings sichergestellt sein, dass die S-Bahn zwischen Euskichen und Bonn eine schnelle und attraktive Verbindung bleibe.

„Unser jahrelanger Einsatz für die Modernisierung der Strecken zahlt sich aus. Wir müssen bereits jetzt die Bemühungen starten, dass mit der Herstellung der Elektrifizierung auch die dafür benötigten Fahrzeuge zur Verfügung stehen“, so Krauß, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender beim Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) ist. Der mit dem NVR geschlossene, aktuell geltende Verkehrsvertrag mit den Dieseltriebwagen „VAREO“ der DB Regio laufe noch bis zum Jahr 2033. Die Deutsche Bahn sei daher aufgefordert, in ihrem Fahrzeugpark zeitnah die Voraussetzungen für einen Austausch der Fahrzeuge zu schaffen.

Schulterschluss in der Region war Grundlage für Erfolg

„Bei der Verkehrswende ist es unerlässlich, dass die Politik einig und konstruktiv handelt“, unterstreicht Krauß: „So war es bei der Voreifelbahn wichtig, dass sich die SPD schnell wieder von ihrer Idee aus dem Jahr 2021 verabschiedet hatte, auf dieser Strecke Wasserstoffzüge zum Einsatz zu bringen.“

Für Wasserstoffzüge würde zwar keine Oberleitung benötigt, doch hatten Gutachter schon sehr frühzeitig bescheinigt, dass ein Einsatz dieser Züge auf der Strecke zwischen Euskirchen und Bonn deutlich unwirtschaftlicher gewesen wäre. Darüber hinaus könnten Elektrofahrzeuge schneller beschleunigen, „was bei den Anforderungen dieser wichtigen Verbindung essentiell ist“.

Kontakt:

Oliver Krauß MdL
oliver.krauss@landtag.nrw.de